Click to enlarge
About me:
Ein Cloud-basierter Türöffner, der unbeabsichtigt Fremden die Pforte öffnet. Ein Firmware-Update, das die Funktion des Lichtschalters einschränkt. Eine Waage, die nach Abschalten der Cloud nicht mehr das Gewicht an die App schicken kann. Niemand käme auf die Idee, diese Vorfälle als smart zu bezeichnen. Doch dahinter stecken allesamt smarte Geräte. Anlässlich dieser Kritik hat DER STANDARD mit einem Experten die Schwachstellen derartiger technischer Anwendungen erläutert und darüber gesprochen, warum Smart Homes noch immer auf ihren endgültigen Durchbruch warten. Dabei wird sowohl auf fix verbaute Geräte eingegangen als auch auf digitale Assistenten, die üblicherweise schnell ausgetauscht werden können. FITNESS Mit Sport im Park spielerisch fit bleiben Diese Sportarten eignen sich fürs aktiv werden mit Freunden. WERBUNG Nicht alles ist smart Zunächst muss der Begriff "smart" hinterfragt werden. Denn in den letzten Jahren durften Laien durchaus den Eindruck gewinnen, dass der Begriff überproportional oft verwendet wird – für jedes mit dem Internet verbundene Gerät, Stichwort: Internet of Things. Friedrich Praus sieht das ebenfalls so: "Nur weil ich über eine App mein Licht ein- und ausschalten kann, ist das noch nicht smart", sagt der Leiter des Studiengangs Smart Homes & Assistive Technologien am Technikum Wien. Für jedes Gerät, angefangen vom Kühlschrank bis zum Smart TV, eine eigene App verwenden zu müssen ist für den 39-Jährigen eher unbequem und jedenfalls nicht smart. Von Letzterem würde der Experte erst dann sprechen, wenn die Technik ermöglicht, dass verschiedene Geräte miteinander interagieren. Klassisches Beispiel: eine zentrale App, mit der man beim Verlassen der Wohnung das Licht und die Stereoanlage gleichzeitig ausschalten kann. Praus glaubt, dass diese Einsicht auch bald die PR-Welt erreichen wird – und den Kunden: "Denn es macht keinen Sinn, eine Zahnbürste an eine App anzubinden." Wer sich ein Smart Home aufbauen will, sollte sich daher vorher überlegen, in welchen Bereichen dies überhaupt sinnvoll ist. Datenschutz vs. Privatsphäre Bei einem anderen Kritikpunkt ist Praus nicht so zuversichtlich: dem Datenschutzaspekt. Vor allem smarte Sprachassistenten brachten die Branche in Verruf. 2019 kam heraus, dass sie nicht nur die Gespräche der Kunden aufzeichnen, sondern diese auch nachträglich von Menschen angehört werden, um die Software zu kontrollieren und ihr Lernfortschritte zu ermöglichen. "Leider gibt's viele Geräte am Markt, die Daten zentralisiert in die Cloud laden", bemängelt Praus. Er empfiehlt dezentrale Lösungen. "Die Daten sollen nur dort liegen, wo sie benötigt werden: daheim. Niemanden gehen meine Verbrauchsdaten an oder ob ein Lichtschalter ein oder aus ist."
Check out:
http://besthomemania.com/
Member Since:
Oct 16, 2020
Send message Send a Kiva Card